Straße der Zukunft

Straße der Zukunft – Die Zukunft des Straßenraums im Quartier

Entwurf und Erprobung von ressourceneffizienten Musterstraßen für die Stadt der Zukunft

Motivation
Die Stadt der Zukunft ist ressourcenschonend, energieeffizient und weist eine hohe Lebensqualität auf. Aktuell sind Städte jedoch häufig geprägt durch Autoverkehr, hohen Lärm- und Schadstoffemissionen und Barrieren für den Fuß- und Radverkehr. Insbesondere öffentliche Straßenräume müssen hierfür nachhaltig gestaltet werden.

Ziele und Vorgehen
Ziel des Projekts ist es, Kommunen bei dem effizienten Planungs- und Umsetzungsprozess ressourceneffizienter Straßen zu unterstützen. Hierzu sollen künftige Bedarfe, die potenziellen Nutzungen und Anforderungen an den Straßenraum aus unterschiedlichen Perspektiven (Mobilität, Wasser, Stadtplanung etc.) erhoben werden. Anhand von Musterstraßen werden Stadtplanungsprozesse optimiert und neue Lösungen erprobt.

Erwartete Ergebnisse und Transfer
Die Partnerstädte Ludwigsburg und Erlangen mit ihren lokalen Netzwerken nehmen eine aktive Rolle im Projekt ein und gewährleisten damit den Praxisbezug, die Umsetzung und Verstetigung. Die Musterstraßen sollen als Grundlage für zukünftige Planung von Straßen in Städten aufzeigen, wie man langfristig nachhaltig die Stadt der
Zukunft gestalten kann.

Projekttitel
Straße der Zukunft: Die Zukunft des Straßenraums im Quartier an der Schnittstelle von Technologieinnovation, Flächenverteilung und Wirtschaftlichkeit

Projektwebsite
Straße der Zukunft

Laufzeit
01.04.2019–31.03.2022

Förderkennzeichen
033W112A-D

Fördervolumen
2.250.022 €

Kontakt
Claudius Schaufler
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung e. V.
0711 970-2194
claudius.schaufler@iao.fraunhofer.de

Verbundpartner
Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH
Stadt Ludwigsburg
Stadt Erlangen

Stand
Mai 2019


Erste Ergebnisse

Entwicklung von Szenarien für die Straße der Zukunft
Im Rahmen des Projektstarts und bei Szenario-Workshops im Jahr 2019 konnten zwei verschiedene visualisierte Extremszenarien für die Straße der Zukunft entwickelt werden: “highway of data” als technisch-angetriebenes digitales Straßenszenario und “grüne Lunge” als ökologisches Naturraumszenario. Die dabei entstandenen Utopien helfen das zu erforschende Zielbild weiter ko-kreativ fortlaufend im Projekt zu verschärfen. Parallel wird das Wissen aus den Pilotierungsvorhaben der beiden Musterstädten im Replikationsmodell mit den assoziierten Projektpartnern diskutiert.

Konzeption und Umsetzung von Musterstraßen in Ludwigsburg und Erlangen
Die Potenziale der beiden Musterstraßen in Ludwigsburg und Erlangen wurden mit Hilfe einer Marktanalyse genauer untersucht. In Ludwigsburg steht das Wassermanagement im Fokus: Eine tagesgenaue Auswertung der Niederschlagswerte und die Wasserbilanzierung dienten zur Vorbereitung der geplanten Zisterne in der Alleenstraße. Darüber hinaus wurde entschieden Farbasphalt für die geplante Fahrradspur zu verwenden. In Erlangen sollen mehrere Mobility-Hubs entstehen mit dem Ziel eine nachhaltigere Mobilität im Straßenraum des innerstädtischen Campusareals zu fördern. Mobility-Hubs gelten als Kernelemente zukünftiger multimodaler und nahtloser Mobilität. In beiden Städten werden Luft- und Wasserqualität mit Hilfe von Sensortechnik erhoben.

Beteiligungs- und Kommunikationskonzept
Verschiedene Interessengruppen und Akteure sollen durch Kommunikationsmaßnahmen mit der „Straße der Zukunft“ vertraut gemacht werden und Transformationsprozesse selbst mitgestalten.


Beiträge auf der Kick-off Veranstaltung im Juni 2019