BlueGreenStreets

BlueGreenStreets – Multifunktionale Straßenraumgestaltung urbaner Quartiere

Entwicklung von ressourceneffizienten Straßenräumen für die Stadt der Zukunft

Motivation
Stadtgrün und Wasserflächen haben nicht nur eine große Bedeutung für die Lebensqualität und das Mikroklima eines Stadtquartiers. In wachsenden Städten besteht die Gefahr, dass durch die Bebauung von Flächen die Überflutungsgefahr steigt. Die Aufgabe zukünftiger Stadtentwicklung ist es deshalb, verschiedene Flächennutzungen nicht nur nebeneinander zu entwickeln, sondern miteinander zu verknüpfen. Stadtgrün und Überflutungsschutz muss sich in den multifunktional genutzten Straßenraum einfügen.

Ziele und Vorgehen
Das Projekt strebt an, die Wirksamkeit von Planungsinstrumenten und Regelwerken zu grünen städtischen Infrastrukturen, urbaner Wasserwirtschaft, dem Sanierungsmanagement von Straßen und Kanälen sowie der Verkehrs- und Freiraumplanung zu untersuchen, zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Straßenräume sollen zukunftsfähig gestaltet werden und so zu Multitalenten der Stadtquartiere werden.

Erwartete Ergebnisse und Transfer
Zur Erhöhung der Ressourceneffizienz in wachsenden Quartieren werden Tools zur Planung entwickelt und vor Ort mit wichtigen Stadtakteuren erprobt. Die Übertragbarkeit auf andere Kommunen wird durch modellhafte Lösungsvorschläge zur Integration von Stadtgrün im Straßenraum gewährleistet.

Projekttitel
BlueGreenStreets –
Multifunktionale Straßenraumgestaltung urbaner Quartiere

Projektwebsite
BlueGreenStreets

Laufzeit
01.03.2019–28.02.2022

Förderkennzeichen
033W103A-H

Fördervolumen
2.556.322 €

Kontakt
Prof. Wolfgang Dickhaut
HafenCity Universität Hamburg
040 42827-5095
wolfgang.dickhaut@hcu-hamburg.de

Verbundpartner
Universität Hamburg
bgmr Landschaftsarchitekten GmbH
Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH
Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) GmbH
Technische Universität Berlin
GEO-NET Umweltconsulting GmbH

Stand
Mai 2019


Erste Ergebnisse

Im Rahmen von Pilotprojekten in Berlin, Bochum, Bremen, Hamburg, Neuenhagen bei Berlin und Solingen untersucht das Projektteam gemeinsam mit den zuständigen PlanerInnen sowie weiteren Stakeholdern vor Ort, wie die ausgewählten Straßenräume in zukunftsfähige Multitalente der Stadtquartiere transformiert werden können.
Ein Pilotprojekt ist die Königstraße in Hamburg-Altona. Dort wurde der erste Entwurf für die Verkehrsführung gemeinsam diskutiert und weiterentwickelt. Nach Auswertung der Verkehrszahlen konnte die Reduzierung der PKW-Fahrspuren als realisierbar eingeschätzt werden. Die neugewonnene Fläche soll zur dezentralen Regenwasserbewirtschaftung, Grünvolumenerhöhung und Herstellung einer komfortable Rad-/Fußwegführung genutzt werden.
Zur Erprobung der Kombination von Straßenbäumen und Regenwasserbewirtschaftung wurden im Frühjahr 2020 in der Hölertwiete in Hamburg-Harburg die ersten sogenannten Baumrigolen mit Messtechnik zum Monitoring gebaut. Weitere werden im Jahr 2020 in verschiedenen Partnerkommunen gebaut.