{"id":4071,"date":"2022-02-08T10:39:15","date_gmt":"2022-02-08T09:39:15","guid":{"rendered":"https:\/\/websites.fraunhofer.de\/ressourceneffiziente-stadtquartiere-2024\/?page_id=4071"},"modified":"2022-02-09T15:09:45","modified_gmt":"2022-02-09T14:09:45","slug":"newsletter-3-transmit-03","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ressourceneffiziente-stadtquartiere.de\/?page_id=4071&lang=de","title":{"rendered":"Newsletter 3 TransMiT-03"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>TransMiT &#8211;<\/strong> <strong>Simulation zeigt deutliches Potenzial einer qualit\u00e4tsbasierten Trennentw\u00e4sserung (qbTE) f\u00fcr das Einzugsgebiet Hildesheim<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Traditionell wird in der Siedlungswasserwirtschaft mit dem Begriff Trennentw\u00e4sserung die Teilstr\u00f6me \u201eSchmutzwasser\u201c und \u201eNiederschlagswasser\u201c (NW) nach der Herkunft unterschieden. Das Konzept der Trennentw\u00e4sserung, welches gesetzlich verankert der Mischentw\u00e4sserung vorzuziehen ist, basiert auf der Trennung dieser beiden Abwasserstr\u00f6me. Vor dem Hintergrund einer zum Teil signifikanten Verschmutzung des urbanen Niederschlagswassers und den daraus resultierenden Emissionen in die Umwelt bzw. dem dezentral zu errichtenden Behandlungspotential ist diese allein herkunftsbasierte Unterscheidung nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Vielmehr sollten der Ableitungs- und Behandlungsweg qualit\u00e4tsbasiert festgelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"923\" height=\"348\" src=\"https:\/\/ressourceneffiziente-stadtquartiere.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/qbTE.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4305\" srcset=\"https:\/\/ressourceneffiziente-stadtquartiere.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/qbTE.png 923w, https:\/\/ressourceneffiziente-stadtquartiere.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/qbTE-300x113.png 300w, https:\/\/ressourceneffiziente-stadtquartiere.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/qbTE-150x57.png 150w, https:\/\/ressourceneffiziente-stadtquartiere.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/qbTE-768x290.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Abbildung 1: Traditionelle vs. qualit\u00e4tsbasierte Trennentw\u00e4sserung (Prinzipskizze) \u00a9 ISAH <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit diesem Paradigmenwechsel als Ausgangspunkt wurde im TransMiT-Projekt das Konzept der qualit\u00e4tsbasierten Trennentw\u00e4sserung (qbTE) entwickelt sowie Transformationspfade zur Erreichung einer qualit\u00e4tsbasierten Entw\u00e4sserung in Bestandsquartieren aufgezeigt (s. Bild 1). Eine Bilanzierung f\u00fcr das Einzugsgebiet Hildesheim zeigt, dass die Umsetzung einer qualit\u00e4tsbasierten Bewirtschaftung von Niederschlagswasser es gestatten w\u00fcrde, das gesamte als stark-verschmutzt einzustufende Niederschlagswasser auf der zentralen Kl\u00e4ranlage zu behandeln. Erg\u00e4nzend lie\u00dfe sich die Menge an unverschmutztem Niederschlagswasser im Einzugsgebiet um bis zu 72 % erh\u00f6hen und k\u00f6nnte im Quartier als wertvolle Ressource verf\u00fcgbar gemacht werden (St\u00e4rkung des lokalen Wasserhaushalts, Ersatz von Trinkwasser z.B. bei der Bew\u00e4sserung). Weitere Potentiale zur Erh\u00f6hung der Ableitungskapazit\u00e4ten k\u00f6nnen durch eine integrierte Bewirtschaftung des Kanalraums mit intelligenten Regelungen. Essenzielle Voraussetzung zur Umsetzung der qbTE ist eine genaue Kenntnis \u00fcber die Verschmutzung der NW-Teilstr\u00f6me sowohl orts- als auch zeitdifferenziert. Im UP 7 TransMiT wurde die Differenzierung nach quartiersspezifischen Einflussfaktoren und hinsichtl. der zeitlichen Variation untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die NW-Verschmutzung parameterdifferenziert bewertet werden muss und neben der Niederschlagscharakteristik des Einzelereignisses insbesondere die Zeit zwischen den Regenereignissen im Hinblick auf die Schmutzstoffanreicherung auf der Oberfl\u00e4che einen relevanten Einfluss hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die detaillierten Ergebnisse der Potenzialanalyse wurden in der KA Korrespondenz Abwasser, Abfall im September 2021 ver\u00f6ffentlicht (Kabisch et al. 2021). Die Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse der Untersuchungen zur Regenwasserqualit\u00e4t (Dynamization of urban runoff pollution and quantity) sind im 1. Quartal 2022 geplant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Literaturverzeichnis<\/strong><br>Kabisch, Nils-Kristof; Beier, Maike; K\u00f6ster, Stephan (2021): Qualit\u00e4tsbasierte Entw\u00e4sserung von Niederschlagswasser: Potenzialanalyse am Beispiel der Stadt Hildesheim. In: <em>KA: Korrespondenz Abwasser, Abfall <\/em>68 (9), 709-721.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Projektkoordination und Ansprechpartnerin: <\/strong><br>Dr. Maike Beier, Leibniz Universit\u00e4t Hannover, 0511 762-2898, <a href=\"mailto:beier@isah.uni-hannover.de\">beier@isah.uni-hannover.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TransMiT &#8211; Simulation zeigt deutliches Potenzial einer qualit\u00e4tsbasierten Trennentw\u00e4sserung (qbTE) f\u00fcr das Einzugsgebiet Hildesheim Traditionell wird in der Siedlungswasserwirtschaft mit dem Begriff Trennentw\u00e4sserung die Teilstr\u00f6me \u201eSchmutzwasser\u201c und \u201eNiederschlagswasser\u201c (NW) nach der Herkunft unterschieden. Das Konzept der Trennentw\u00e4sserung, welches gesetzlich verankert der Mischentw\u00e4sserung vorzuziehen ist, basiert auf der Trennung dieser beiden Abwasserstr\u00f6me. 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