TransMiT

TransMiT – Ressourcenoptimierte Transformation von Misch- und Trennentwässerungen im Bestand

Verknüpfung städtebaulicher und wasserwirtschaftlicher Aspekte für die Stadt der Zukunft

Motivation
Zunehmende Starkregenereignisse und wachsende Stadtquartiere stellen die Siedlungsentwässerung vor große Herausforderungen. Am Beispiel von drei Quartieren der Städte Braunschweig, Hannover und Hildesheim wird gezeigt, wie bei einer Quartiersplanung die städtebaulichen mit wasserwirtschaftlichen Aspekte langfristig verknüpft werden können.

Ziele und Vorgehen
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Erprobung einer maßnahmenoffenen Planung zur Transformation bestehender Entwässerungssysteme. Hierzu werden in drei Quartieren Lösungsansätze auf unterschiedlichen städtische Planungsebenen umgesetzt. In Hildesheim soll beispielsweise eine bestmögliche Ausnutzung der Kläranlagenkapazität erreicht werden, um bei Starkregenereignissen die Mischwasserentlastung in das Gewässersystem zu verringern. In Braunschweig wird Niederschlagswasser von Fassaden und Straßen hinsichtlich des Eintrags von Bioziden und Mikroplastik untersucht. In Hannover werden betriebliche Aspekte wassersensibler Architekturelemente (Dachbegrünung, Fassadengestaltung mit Moos, Hinterhofteiche) behandelt.

Erwartete Ergebnisse und Transfer
Die Ergebnisse werden u. a. als methodische Praxisempfehlungen und als webbasierter Modulkatalog zur Unterstützung von Planungs- und Strategieprozessen veröffentlicht.

Projekttitel
TransMiT – Ressourcenoptimierte Transformation von Misch- und Trennentwässerungen in Bestandsquartieren mit hohem Siedlungsdruck

Projektwebsite
transmit-zukunftsstadt.de

Laufzeit
01.04.2019–30.06.2022

Förderkennzeichen
033W105A-M

Fördervolumen
2.361.460 €

Kontakt
Dr. Maike Beier
Leibniz Universität Hannover
0511 762-2898
beier@isah.uni-hannover.de

Verbundpartner
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Technische Universität Dortmund
Universität Leipzig
BPI Hannover – Verworn Beratende Ingenieure
Spar- und Bauverein eG
Wohnungsgenossenschaft Gartenheim eG
Landeshauptstadt
Hannover
Stadtentwässerung Braunschweig GmbH
Stadtentwässerung Hildesheim Kommunale AöR

Stand
August 2020


Ergebnisse

Ergebnisse aus 2021 – Beiträge im RES:Z-Newsletter 3:
Risikobewertung „Hygiene“ für Wasser in der Stadt: Quantitative Mikrobielle Risiko Analyse (QMRA),
Blaue Infrastrukturelemente reduzieren die Hitzelast eines innerstädtischen Innenhofs (Messungen zu lokalem Mikroklima),
Simulation zeigt deutliches Potenzial einer qualitätsbasierten Trennentwässerung (qbTE),
Großtechnische Erprobung zur Umfahrung der Belebung bestätigt Potentiale einer erhöhten Annahmemenge von Regenwasser

Ergebnisse aus 2020 – Beiträge im RES:Z-Newsletter 2:
Datenerfassung und -analyse zur Erzeugung eines 2D-Oberflächenabflussmodells,
Baumrigolen zur Regenwasserbewirtschaftung,
Niederschlagswasserbelastung – Monitoring und Versuchsbetrieb starten,
Modelltechnische Untersuchung der qualitätsbasierten Entwässerung,
Klimamessung im Innenhof

Ergebnisse aus 2019 – Beiträge im RES:Z-Newsletter 1:
Ein Forschungsprojekt der integralen Stadt- und Quartiersplanung,
Forschungsschwerpunkt Systemintegration,
Forschungsschwerpunkt Blau-grüne Infrastrukturen,
Betrachtungen zu Nutzen und Finanzierungsstrategien von ortsnahen Systemelementen der Siedlungsentwässerung,
Belastung von Niederschlagswasser mit Bioziden aus Gebäudefassaden


Öffentlichkeitsarbeit / Produkte

Dezember 2020: Newsletter Nr. 2 TransMiT

März 2020: Artikel in der Zeitschrift Transforming Cities 1-2020 Resilienzstärkung urbaner Quartiere

März 2020: Artikel in der Zeitschrift Transforming Cities 1-2020 Urbane Entwässerung neu gedacht

Februar 2020: TransMiT Newsletter

Juni 2019: Beiträge auf der RES:Z Kick-off Veranstaltung Präsentation, Poster

20.05.2019: Pressemeldung zum Start des Vorhabens