NaMaRes

NaMaRes
Ressourcenmanagement im Quartier im Kontext nachhaltiger Stadtentwicklung

Softwarelösungen für eine nachhaltige Entwicklung von Städten

Motivation
Städtische Lebensräume und Quartiere müssen stärker als bislang nachhaltig gestaltet werden. Für eine auf Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtete Quartiersentwicklung müssen die Ausgangssituation bewertet und darauf aufbauend konkrete Entwicklungsziele formuliert und umgesetzt werden. Ein solcher Prozess ist komplex, mit Zielkonflikten behaftet und muss fachkundig begleitet und gesteuert werden.

Ziele und Vorgehen
Ziel des Projektes ist, eine Software zur Abbildung und Bewertung von Quartieren hinsichtlich der vorhandenen Ressourcen zu entwickeln und den Kommunen zur Kommunikation, Entscheidungsunterstützung und zum Management zur Verfügung zu stellen. Mit diesem Werkzeug werden vorhandene Ressourcenbestände und -ströme bilanzierbar gemacht werden. Das Projekt untersucht szenario-basierte Maßnahmen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz unter verschiedenen Rahmenbedingungen
und unter Berücksichtigung der Anforderungen aller relevanten Akteure untersucht werden. Gleichzeitig werden Ansätze zur Erhöhung der Akzeptanz einer nachhaltigen
Stadtentwicklung erarbeitet.

Erwartete Ergebnisse und Transfer
Angestrebtes Projektergebnis ist ein webfähiges Werkzeug für kommunale Entscheider und interessierte Bürgerinnen und Bürger. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse wird mit einem Leitfaden ermöglicht.

Projekttitel
NaMaRes –
Bewertung der Ökologie, Wirtschaftlichkeit und sozialen Effekte von ressourceneffizienzsteigernden Maßnahmen auf Quartiersebene – von der volkswirtschaftlichen zur akteursspezifischen Perspektive

Projektwebsite
NaMaRes

Laufzeit
01.04.2019–30.06.2022

Förderkennzeichen
033W111A-C

Fördervolumen
1.207.107 €

Kontakt
Dr. Rebekka Volk
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
0721 608-44699
rebekka.volk@kit.edu

Verbundpartner
Stadt Karlsruhe
Smart Geomatics Informationssysteme GmbH

Stand
Mai 2019


Ergebnisse

Stand August 2021

Im Projekt NaMaRes gehen die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten weiter voran. Zwischenergebnisse wurden auf der Statuskonferenz der RES:-Z-Fördermaßnahme im Januar 2021 sowie auf dem Dresdner Flächennutzungssymposium (DFNS 2021) im Juni 2021 präsentiert. In zwei Beiträgen zur Kartierung urbanen Grüns (Vortrag) und zur Entsiegelung von privaten Höfen (Poster) konnten aktuelle Arbeiten gezeigt werden. Diese umfassen einerseits umfassende Begehungen und Kartierungsarbeiten und andererseits die prototypische Programmierung des Planungswerkzeugs für ressourceneffiziente Stadtquartiere. Erste Funktionalitäten des Planungswerkzeugs konnten auch bereits in eine web-basierte und passwortgeschützte Softwarelösung überführt werden. Aktuell arbeiten wir an der Erweiterung der Softwarefunktionalitäten sowie an der Ausarbeitung von Indikatoren-Steckbriefen und des namares-Leitfadens zu ressourceneffizienten Stadtquartieren. 

Stand Juli 2020

In der Vorstudie wurden Recherchen zu vorhandenen Indikatoren und Indikatorsystemen erfolgreich durchgeführt. Des Weiteren wurde ein Ansatz zur Systematisierung der Indikatoren entwickelt. Dieser basiert auf einem handlungsleitenden Indikatorenset, das sowohl Nachhaltigkeitsdimensionen abbildet als auch die Handlungsmöglichkeiten von Akteuren berücksichtigt. Dieses Konzept wurde an der Konferenz World Sustainable Built Environment Conference (BEYOND2020) eingereicht und akzeptiert[1].
Es erfolgte auch die Datenakquise, Datenerhebung und Begehung im Quartier für Gebäude, Straßen und Höfe (inkl. Sichtung, Verarbeitung) sowie eine Tiefenrecherche zu Ressourceneffizienzmaßnahmen (teilweise mit StudentInnen in einem Seminar).
Für das zu entwickelnde Entscheidungsunterstützungsmodell für kommunale Entscheider wurde ein erstes Konzept entwickelt und erste Programmierungen anhand einer Pilotstudie im Projektgebiet zur Hinterhofentsiegelung durchgeführt. Die Ergebnisse werden in Kürze den Praxispartnern im Projekt vorgestellt und hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit diskutiert.


[1] Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Konferenz im November 2020 virtuell statt.


Ergebnisse aus 2021 – Beitrag im RES:Z-Newsletter 3: Werkzeugentwicklung zum nachhaltigen Ressourcenmanagement

Ergebnisse aus 2020 – Beiträge im RES:Z-Newsletter 2: Nachhaltiges Ressourcenmanagement

Ergebnisse aus 2019 – Beitrag im RES:Z-Newsletter 1: Strategien und Indikatoren


Öffentlichkeitsarbeit / Produkte

14. Januar 2022: Vortrag “Urban resource Management”, Research Activities of KIT’s French-German Institute for Environmental Research (DFIU/KIT) in the area of sustainable urban development and the acceptance and adoption of sustainable energy technologies, Research Initiative in Sustainability and the Environment (RISE) – University of Strasbourg, research cluster in sustainability science, Online Conference, https://fered.unistra.fr/en/events-1/conferences (invited talk)

26. November 2021: Vortrag „Urban sustainability – Experiences from the project namares“, Sino-German Workshop on Circular Economy of TRENT (online) (invited talk)

23. Juli 2021: Vortrag „Ressourcenmanagement in urbanen Quartieren Erfahrungen aus dem Projekt namares“ am 4. Runden Tisch Nachhaltigkeit am KIT (invited talk)

28. -29. Juni 2021: Poster auf der DFNS2021 – Dresdner Flächennutzungskonferenz Identifikation und Bewertung von Entsiegelungspotenzialen

29. Juni 2021: Vortrag auf der DFNS2021 – Dresdner Flächennutzungskonferenz: Kartierung und Bewertung von Grünbeständen und deren Ökosystemleistungen in privaten Innenhöfen – Erkenntnisse einer quartierbezogenen Erhebung Konferenzprogramm

Juni 2019: Beiträge auf der RES:Z Kick-off Veranstaltung Präsentation, Poster

04. Juni 2019: BNN-Artikel, Nachhaltigkeit im Stadtquartier – KIT-Software für effizienten Ressourceneinsatz

25. Oktober 2018: Vortrag “NaMaRes – Nachhaltiges Quartiersmanagement”, Workshop Karlsruhe — unterwegs in Richtung Zukunft, Fünfter Workshop der Stadt Karlsruhe mit den KIT-Zentren „Klima und Umwelt“, „Energie“ sowie „Mobilitätssysteme“, IHK/Haus der Wirtschaft, Karlsruhe (invited talk)